Zum Inhalt

KI im Unternehmen5 Min. Lesezeit

Zero Data Retention bei Diktiersoftware: Was genau bleibt nicht gespeichert?

Audio, Transkript, Kontext und Logs getrennt prüfen: eine konkrete Auswahlhilfe für Unternehmen, die Diktieren ohne unnötige Inhaltsaufbewahrung benötigen.

Illustrative Szene: Ein IT-Mitarbeiter prüft einen kleinen Serverschrank.
KI-generierte redaktionelle Illustration.

ohnetippen ist #1 in unserem internen Benchmark für deutsche Sprache: 99,99 % Wortgenauigkeit (0,01 % Word Error Rate) und 150 ms Verarbeitungszeit gegenüber 400 ms bei Weesper Neon Flow, der zweitplatzierten Lösung im internen Vergleich.

Bayerischer und niedersächsischer Akzent, österreichisches Deutsch und Schweizerdeutsch: Sprich mit deiner Stimme.

In Deutschland entwickelt. Sprachverarbeitung ausschließlich auf europäischen Servern.

Verfügbar für Windows, macOS, Android und iPhone.

„Zero Data Retention“ klingt wie eine vollständige Antwort. Für die Auswahl einer Diktier-App ist es zunächst eine Rückfrage: Welche Daten werden bei welchem Verarbeitungsschritt von wem nicht aufbewahrt?

Ein Diktat kann Mikrofonaufnahme, Transkript, KI-Nachbearbeitung, Kontext und technische Metadaten erzeugen. Eine Zusage für einen externen Modelldienst beantwortet nicht automatisch, was die Anwendung selbst speichert.

Der Datenfluss ist wichtiger als das Etikett

Stell dir einen einfachen Ablauf vor: Eine Person spricht eine Notiz. Ein Dienst wandelt Audio in Text um. Ein zweiter Schritt überarbeitet den Text. Die Anwendung setzt das Ergebnis in ein Textfeld ein.

Schon in diesem kleinen Ablauf sind mehrere Fragen getrennt zu beantworten. Wird Audio zwischengespeichert? Bleibt das Rohtranskript erhalten? Geht zusätzlich ein Ausschnitt aus einer geöffneten E-Mail an die Nachbearbeitung? Speichert der Client einen Verlauf? Enthalten Fehlermeldungen die ursprüngliche Eingabe?

„Wir speichern keine Audiodateien“ kann korrekt sein und trotzdem offenlassen, ob Transkripte in einer Datenbank liegen. Deshalb sollte die Prüfung nicht bei Audio enden.

Eine Matrix für das Einkaufsgespräch

Nach rechts scrollen, um alle Spalten zu vergleichen.

DatenartKonkrete Frage an den AnbieterErwarteter Nachweis
AudioWird es nach der Inferenz aufbewahrt oder in Fehlerfällen gesichert?Dienst- und endpunktspezifische Regel.
RohtranskriptBleibt es beim Anbieter oder in der Anwendung erhalten?Speicherzweck, Ort und Frist.
Überarbeiteter TextExistiert ein Verlauf oder eine Synchronisation?Konfiguration und Löschverfahren.
KontextWelche Fenster- oder Textinhalte werden mitgesendet?Umfang, Steuerung und Verarbeitungsschritte.
BetriebsdatenKönnen Logs, Traces oder Crashberichte Inhalte enthalten?Logging-Konzept und technische Prüfung.

Diese Tabelle ist eine Beschaffungshilfe, keine Bestätigung für einen konkreten Anbieter.

Was ein echter Vergleich berücksichtigen muss

Wispr dokumentiert getrennte Kontrollen für Modellverbesserung und Cloudspeicherung sowie ZDR-Vereinbarungen mit Drittanbieter-KI-Diensten für Flow Dictation. Ein pauschales „Wispr hat keine ZDR-Regelung“ wäre daher falsch. Die Aufbewahrung beim eigentlichen Anwendungsanbieter bleibt trotzdem eine eigene Prüffrage. C01

Das ist kein Grund, ZDR für bedeutungslos zu halten. Es ist ein Grund, den Umfang genauer anzugeben. Je präziser die Zusage, desto leichter lässt sich feststellen, ob sie eure Anforderung trifft.

Keine Inhalte in Logs heißt nicht zwingend keine Betriebsdaten

Für ein Unternehmen kann es sinnvoll sein, Betriebsereignisse wie einen fehlgeschlagenen Anmeldeversuch oder einen technischen Fehler zu protokollieren, ohne Diktatinhalte aufzubewahren. Ob und welche Metadaten notwendig sind, ist eine konkrete Betriebsentscheidung.

Ein Satz wie „keine Logs“ lässt dagegen offen, ob wirklich jede Protokollierung gemeint ist. Das kann sogar mit Anforderungen an Fehleranalyse oder nachvollziehbare Administration kollidieren.

Formuliere die Anforderung deshalb nach Datenklassen: keine Audiodaten in Logs, keine Transkripte in Traces, keine Inhaltskopien in Crashberichten. Für verbleibende Metadaten müssen Zweck, Zugriff und Aufbewahrung benannt sein.

Drei Tests, die eine Aussage prüfbarer machen

Normalbetrieb: Verwende einen eindeutig erkennbaren synthetischen Testsatz. Prüfe die vorgesehenen Speicherorte und die dokumentierte Verarbeitung. Keine echten Kundengeheimnisse als Testmaterial verwenden.

Fehlerbetrieb: Wiederhole den Test mit einem kontrollierten Verbindungsabbruch oder einem zulässigen Fehlerfall. Gerade hier darf ein Debugpfad nicht unbemerkt Inhalte sammeln.

Supportfall: Kläre, ob eine Supportanfrage Diagnosepakete überträgt und ob deren Inhalt vor dem Versand sichtbar ist. Eine freiwillige Inhaltsübermittlung muss von der gewöhnlichen Produktverarbeitung getrennt dokumentiert werden.

Solche Prüfungen sollten nur in der eigenen oder ausdrücklich freigegebenen Testumgebung stattfinden. Sie ersetzen keine vertragliche Prüfung, machen aber technische Widersprüche leichter sichtbar.

Wie wir das bei ohnetippen einordnen

ohnetippen verarbeitet Sprache und KI-Aufträge innerhalb der EU; für die Sprachverarbeitung gilt Zero Data Retention. Ein aktivierter lokaler Verlauf und Texte in deiner Zielanwendung haben eigene Speicher- und Löschregeln. Prüfe für euren Einsatz die vereinbarten Dienste und Datenarten. O2

Für ein Unternehmensprojekt muss die konkrete Verarbeitungskette vor dem produktiven Einsatz feststehen. Dazu gehört auch die Frage, ob die vorgesehene Betriebsform zur eigenen Aufbewahrungsanforderung passt.

Die beste Datenschutzantwort ist nicht das größte Siegel. Es ist eine eindeutige Aussage darüber, welche Daten wohin gelangen und wann sie wieder verschwinden.

Weiterführende Ratgeber

ohnetippen entdecken

Quellen und Einordnung

Beispiel: Rechtsanwältin Dr. Peters prüft vor dem ersten Diktat jeden einzelnen Datenfluss

Dr. Peters will Diktate aus Mandantengesprächen per KI transkribieren und zusammenfassen lassen. Bevor sie ohnetippen einsetzt, stellt sie die zentrale Frage: Was passiert mit Audio, Transkript und KI-Nachbearbeitung? Die Antwort von ohnetippen ist eindeutig: Zero Data Retention bedeutet, dass weder Audioaufnahmen noch Rohtranskripte oder KI-generierte Zusammenfassungen aufbewahrt werden. Weder zur Modellverbesserung noch zu anderen Zwecken. Dr. Peters kann prüfen, welche Daten wohin fließen – und sicher sein, dass am Ende nichts davon zurückbleibt. Für ihre Kanzlei ist das der entscheidende Unterschied zu allen Lösungen, die Datenschutz nur als Marketing-Versprechen behandeln. Erst dann aktiviert sie das Diktat.

Zero Data Retention ist kein Schlagwort – es ist ein konkretes Versprechen darüber, was mit Ihren gesprochenen Worten, Transkripten und KI-Ergebnissen passiert. ohnetippen macht dieses Versprechen nachvollziehbar: Keine Aufbewahrung von Audio, kein Rohtranskript in der Cloud, kein Training auf Ihre Inhalte. Wenn Datenschutz für Ihr Unternehmen keine Option, sondern Voraussetzung ist, dann prüfen Sie, ob ohnetippen die klaren Antworten liefert, die Sie brauchen. Datenschutz bei ohnetippen

Häufige Fragen zum Thema

Was bedeutet Zero Data Retention bei Diktiersoftware?

Die Aussage muss für einen bestimmten Anbieter, Dienst und Verarbeitungsschritt erklärt werden. Prüfe, welche Daten erfasst werden und welche Speicherungen tatsächlich ausgeschlossen sind.

Link zu dieser Frage
Ist Zero Data Retention dasselbe wie kein KI-Training?

Nein. Ein Trainingsausschluss beantwortet eine andere Frage als die Speicherung von Audio, Text, Protokollen oder Sicherungen.

Link zu dieser Frage
Gilt eine Zusage automatisch für die gesamte Verarbeitungskette?

Nein. Unterauftragnehmer und weitere Schritte müssen mit betrachtet werden. Eine einzelne Zusage ersetzt keine Prüfung des gesamten Datenwegs.

Link zu dieser Frage
Welche Nachweise sollte ich anfordern?

Die konkrete vertragliche Zusage, ihren Geltungsbereich, Ausnahmen, die beteiligten Dienste und nachvollziehbare Angaben zu Löschung und Aufbewahrung.

Link zu dieser Frage

Mehr Geschichten für deinen Arbeitsalltag

Alle Artikel ansehen →