Zum Inhalt

KI im Unternehmen4 Min. Lesezeit

Diktiersoftware in eigener Cloud oder On-Premises: Was Unternehmen prüfen sollten

Eigene Cloud, eigene Hardware oder Anbieterdienst? Vergleiche Datenfluss, Betrieb, Updates und Verantwortung statt nur den Standort eines Servers.

Illustrative Szene: Ein IT-Mitarbeiter prüft einen kleinen Serverschrank.
KI-generierte redaktionelle Illustration.

ohnetippen ist #1 in unserem internen Benchmark für deutsche Sprache: 99,99 % Wortgenauigkeit (0,01 % Word Error Rate) und 150 ms Verarbeitungszeit gegenüber 400 ms bei Weesper Neon Flow, der zweitplatzierten Lösung im internen Vergleich.

Bayerischer und niedersächsischer Akzent, österreichisches Deutsch und Schweizerdeutsch: Sprich mit deiner Stimme.

In Deutschland entwickelt. Sprachverarbeitung ausschließlich auf europäischen Servern.

Verfügbar für Windows, macOS, Android und iPhone.

Nicht jedes Unternehmen möchte Diktate an einen gemeinsam genutzten Anbieterdienst senden. Manche benötigen eine Verarbeitung in der eigenen Cloudumgebung. Andere wollen eigene Hardware betreiben. Beide Anforderungen sind nachvollziehbar – aber nicht identisch.

On-Premises bezeichnet zunächst einen Betriebsort. Ein vollständiges Betriebskonzept muss zusätzlich Datenflüsse, Zuständigkeiten, Updates und externe Abhängigkeiten erklären.

Drei Modelle, die du getrennt vergleichen solltest

Nach rechts scrollen, um alle Spalten zu vergleichen.

ModellTypische EntscheidungsfrageZusätzliche Betriebsaufgabe
Dienst in AnbieterinfrastrukturPasst die dokumentierte Verarbeitung zu unseren Vorgaben?Konfiguration, Vertrags- und Anbieterprüfung.
Deployment in der KundencloudWelche Komponenten und Daten liegen tatsächlich in unserem Mandanten?Cloudrechte, Netzwerk, Kapazität und Zuständigkeit.
Eigene HardwareKann die erforderliche Verarbeitung vor Ort betrieben werden?Hardware, Wartung, Updates und Verfügbarkeit.

Das sind Architekturvarianten, keine Bestätigung, dass jede davon bei jedem Produkt verfügbar ist.

Eine Oberfläche im eigenen Netz genügt nicht

Ein Portal kann auf eurem Server laufen, während Audio zur Transkription weiterhin an einen externen Endpunkt gesendet wird. Ebenso kann die Spracherkennung lokal stattfinden, aber die anschließende Textüberarbeitung einen Cloudaufruf auslösen.

Für die Auswahl brauchst du deshalb eine Komponentenkarte. Erfasse Client, Transkription, Nachbearbeitung, Authentifizierung, Kontextspeicher, Telemetrie, Lizenzprüfung und Updatekanal. Für jede Komponente muss klar sein, wo sie läuft und welche Verbindungen sie benötigt.

Eine lokale Installation ist also nicht automatisch ein Offlinebetrieb. Ein isolierter Offlinebetrieb ist eine weitergehende Anforderung, die gesondert geprüft werden muss.

Was in ein kundenseitiges Deployment-Konzept gehört

Beginne mit einer zulässigen Datenflussbeschreibung. Darin stehen Datenklassen, Systeme, Verantwortliche und erlaubte Verbindungen. Ergänze eine Betriebsmatrix: Wer installiert? Wer administriert? Wer behebt Fehler? Wer entscheidet über eine neue Modellversion?

Definiere auch einen Ausfallpfad. Kann weiter getippt werden, wenn der Inferenzdienst ausfällt? Werden Aufnahmen verworfen, lokal zurückgehalten oder erneut gesendet? Die Antwort darf nicht erst im Störungsfall entstehen.

Bei einer privaten Cloudumgebung sind Rechte und Grenzen besonders wichtig. „Im Kundenkonto“ ist erst dann aussagekräftig, wenn Supportzugriff, Secrets, Protokollierung und Ressourcenverantwortung konkret geregelt sind.

Aktualisierung ist Teil der Datenkontrolle

Ein Modell- oder Softwareupdate kann Ausgabequalität, Ressourcenbedarf und Verhalten verändern. Deshalb braucht ein Unternehmensbetrieb eine Teststrecke und einen Rückweg auf eine bekannte Version.

Prüfe neue Versionen mit einem kleinen, unveränderten Diktierkorpus. Darin sollten gerade die schwierigen Firmenbegriffe, Zahlen und Verneinungen enthalten sein. Eine neue Version darf nicht allein deshalb ausgerollt werden, weil sie beim Anbieter als moderner gilt.

Ebenso gehört geklärt, wie Updates in eine abgeschottete Umgebung gelangen. Ein Offlineanspruch, der bei jedem Update ungeplant aufgehoben wird, ist kein durchdachtes Betriebskonzept.

Prüfberichte ersetzen die Architekturprüfung nicht

Eine zertifizierte Infrastruktur kann ein relevanter Bestandteil sein. Ihr Nachweis muss aber zum betrachteten Dienst und Umfang passen. Das BSI weist beispielsweise darauf hin, dass C5-Testate extern durchgeführt werden und keine BSI-Zertifizierung darstellen. R01

Frage also nicht nur nach einem Logo. Frage, welches System im Geltungsbereich liegt, welche Zeiträume geprüft wurden und welche Pflichten beim Kunden verbleiben.

Wie ein ohnetippen-Unternehmensprojekt aussehen sollte

Für Unternehmen mit eigener Infrastruktur besprechen wir eine kundenspezifische Bereitstellung in einer Kundencloud oder auf eigener Hardware. Eine konkrete Zusage setzt eine technische Machbarkeitsprüfung und einen verbindlich beschriebenen Umfang voraus.

Dabei sollten Betrieb, Modellbereitstellung, Datenaufbewahrung und Support gemeinsam geklärt werden. Ein Standortwunsch ist noch keine Leistungsbeschreibung. Ebenso ist die Möglichkeit eines Projekts keine Aussage, dass jede Umgebung sofort unterstützt wird.

Die Entscheidung in einem Satz

Wähle nicht „Cloud oder Server“ als Glaubensfrage. Wähle das Betriebsmodell, dessen Datenkontrolle und Betriebsaufwand zu euren Anforderungen passen.

Die stärkste Form von Kontrolle ist nicht, einen Rechner zu besitzen. Es ist, den gesamten relevanten Ablauf zu verstehen und beherrschen zu können.

Weiterführende Ratgeber

ohnetippen entdecken

Quellen und Einordnung

Beispiel: IT-Leiterin Frau Brandt vergleicht drei Betriebsmodelle für ihre Kanzlei

Frau Brandt leitet die IT einer mittelgroßen Wirtschaftskanzlei. Die Anforderung ist klar: Diktate und Transkripte dürfen die eigene Infrastruktur nicht verlassen. Sie prüft drei Optionen. Ein reiner Anbieter-Cloud-Dienst kommt nicht infrage. Ein Deployment in der eigenen Cloud ist denkbar, aber sie muss wissen, welche Komponenten dann tatsächlich im eigenen Mandanten laufen. Die dritte Option ist ohnetippen On-Premises: Hier läuft die gesamte Verarbeitung – Diktat, Transkription, KI-Nachbearbeitung – auf eigener Hardware, ohne dass ein einziges Byte nach außen geht. Frau Brandt kann so den kompletten Datenfluss nachvollziehen, dokumentieren und im Zweifel abschalten.

Ob eigene Cloud oder On-Premises – die entscheidende Frage ist immer dieselbe: Können Sie den kompletten Datenfluss kontrollieren, dokumentieren und im Zweifel abschalten? ohnetippen bietet Ihnen genau diese Kontrolle, wenn Ihr Unternehmen Diktate nicht an externe Dienste senden möchte. Prüfen Sie, welches Betriebsmodell zu Ihren Anforderungen passt, und wählen Sie die Lösung, bei der Sie den gesamten relevanten Ablauf wirklich verstehen und beherrschen. ohnetippen für Unternehmen

Häufige Fragen zum Thema

Was unterscheidet On-Premises und private Cloud?

On-Premises bezeichnet den Betrieb in eigener Umgebung; bei einer privaten Cloud müssen unter anderem Anbieter, Isolation und Zuständigkeiten konkret geklärt werden.

Link zu dieser Frage
Ist eigener Betrieb automatisch sicherer?

Nein. Eigener Betrieb bringt eigene Aufgaben bei Updates, Zugängen, Überwachung und Wiederherstellung mit sich.

Link zu dieser Frage
Welche Fragen kommen vor der Produktauswahl?

Welche Daten verarbeitet werden, wer die Umgebung betreibt, welche Integrationen nötig sind und wie Ausfälle sowie Änderungen behandelt werden.

Link zu dieser Frage
Für welche Unternehmen lohnt sich eigener Betrieb?

Für Teams, die Verarbeitung, Zugänge und Infrastruktur selbst steuern müssen. Entscheidend sind ein klarer Datenweg und ein Betriebskonzept für Updates, Last und Wiederherstellung.

Link zu dieser Frage

Mehr Geschichten für deinen Arbeitsalltag

Alle Artikel ansehen →